Heute in 2 Wochen starten wir in unseren Jahresurlaub, auch wenn dieser mit nur 15 Tagen recht kurz ausfällt. Grund dafür ist der Arbeitgeber meiner Frau, denn diese hat nur einmal 2 Wochen am Stück Urlaub bekommen, die restlichen Urlaubstage sind dann immer nur wochenweise genehmigt worden. Aber was solls, nächstes Jahr hat man dann hoffentlich ein Druckmittel mehr, um den Urlaub in gewünschter Länge und Zeitraum zu bekommen.

Eigentlich hatten wir sogar nur 10 Arbeitstage Urlaub, mit Glück konnten wir aber noch den Freitag davor frei bekommen. Somit sitzen wir am Freitag in 2 Wochen morgens um 7:10 Uhr im Flieger. Ziel: Washington D.C. Dieses Jahr geht es wieder in die USA, allerdings in größtenteils bisher unbekanntes Terrain. Nur in Washington D.C. waren wir schon 2015, dort ist es aber so schön und es gibt so viel zu entdecken, dass wir am Ende unserer Rundreise für Washington D.C. wieder Zeit eingeplant haben.

 

Preislich und zeitlich günstige Flüge

Eigentlich gibt es mit United einen Direktflug von Berlin nach Washington D.C., dieser war im Januar auch wirklich preiswert zu bekommen. Allerdings waren wir uns damals noch nicht ganz sicher, was genau wir machen wollen. Zur Auswahl stand auch eine Rundreise ab Denver durch die Rocky Mountains bis runter nach Roswell. Als wir uns dann final für die Rundreise ab Washington D.C entschieden hatten, waren die Preise für den Direktflug „explodiert“. Also haben wir kurzerhand einen Umsteigeflug über Madrid bei American Airlines gebucht. Die Umsteigezeiten sind sehr kurz und was uns am wichtigsten ist: Wir sind trotzdem schon am frühen Nachmittag am Ziel. Weiterer Vor- oder Nachteil ist, dass wir erst am Samstag zurückfliegen, somit auch erst Sonntagnachmittag in Berlin landen. Es bleibt dann also nicht viel Zeit für das Jetlag, denn Montag müssen wir dann beide wieder arbeiten. Uns war aber wichtiger, die vorhandene Zeit so gut wie möglich zu nutzen.

Geplant ist wie gesagt eine Rundreise durch die Blue Ridge Mountains Richtung Süden und danach an der Atlantikküste von Myrtle Beach über die Outerbanks nach Norden bis Ocean City. Anschließend geht es für 2 Nächte noch mal nach Washington D.C.. Unser Rückflug startet zudem erst am Samstag 22:50 Uhr Ortszeit ab Washington Dulles, so dass wir auch diesen letzten Tag noch komplett nutzen können.

 

Panorama-Straßen durch die Blue Ridge Mountains

Für die Blue Ridge Mountains haben wir insgesamt 6 Nächte eingeplant, wobei 2 Übernachtungen auf der Route selbst eingeplant sind, damit die Tour nicht zu stressig wird und wir genug Zeit haben, die ganzen Sehenswürdigkeiten anzugucken. Wir fahren somit auch den kompletten Skyline Drive von Front Royal bis zum Interstate 64, wo der Skyline Drive in den Blue Ridge Parkway übergeht. Diese Panorama-Straße schlängelt sich dann 469 Meilen (755 km) Richtung Süden bis zum Oconaluftee River. Wir haben dabei Übernachtungen in Lynchburg und Wilkesboro geplant und am Ende 3 Nächte in Asheville.

 

Linn Cove Viaduct

Linn Cove Viaduct
Bild: Wikipedia

 

Der Blue Ridge Parkway ist zwar noch länger, allerdings finden sich im Bereich von Front Royal bis Asheville die meisten sehenswerten Orte der beiden Panorama-Straßen. Ob wir dann von Asheville über die restliche Strecke des Blue Ridge Parkway fahren und am Ende mit einem Stopp in Knoxville verbinden, entscheiden wir vor Ort. Bei Asheville ist auf jeden Fall das Biltmore Estate einen Besuch wert.

 

Zurück an der Atlantik-Küste

Aus den Bergen geht es dann über Columbia oder Charlotte Richtung Atlantik. In Myrtle Beach haben wir ein Hotel am Strand mit Balkon Richtung Meer reserviert. Myrtle Beach ist eine der beliebtesten Urlaubsgegenden der USA-Ostküste und bietet entsprechend viel Sehenswürdigkeiten. Außerdem hat dort der Atlantik Strände wie in Florida und genauso eine Wassertemperatur von 28 Grad, so dass wir auch Zeit am Meer verbringen wollen.

 

Outer Banks North Carolina

Outer Banks North Carolina
Bild: The Outer Banks

 

Von Myrtle Beach geht es dann mit einem Stopp in Atlantik Beach auf die Outerbanks, eine insgesamt 280 km lange Inselkette im Atlantik vor der Küste North Carolinas. Dazu haben wir schon einen Platz auf der Autofähre von Cedar Island nach Ocracoke gebucht, denn die Plätze sind knapp und es fahren nur 3 Fähren pro Tag. Die Fahrt wird knapp 2,5 Stunden dauern und nach etwa 30 km geht es wieder nur per Fähre auf die nächste Insel. Danach können wir dann aber alles mit Auto erreichen.

Unser Hotel befindet sich dann in Kitty Hawk, wo wir wieder 2 Nächte in einem Hotel am Strand unterkommen werden. Die Outerbanks sind teilweise allerdings so schmal, dass sich alles irgendwie in der Nähe des Meeres befindet. In Kitty Hawk hat damals der weltweit erste motorisierte Flüge der Brüder Wright am Strand von Kill Devil Hills, sechs Kilometer südlich von Kitty Hawk, statt gefunden. Dazu gibt es auch ein Museum, was wir uns natürlich ansehen wollen.

Schließlich fahren wir dann über Virginia Beach weiter Richtung Norden nach Ocean City, wo wir eine weitere Nacht bleiben, bevor es dann für die letzten 2 Nächte zurück nach Washington D.C. geht. Dort wollen wir noch mal zum White House und dem Washington Monument und vielleicht auch noch das eine oder andere Museum „mitnehmen“. Und Georg Town ist letztes Mal etwas zu kurz gekommen.

 

Schöne Gegenden sind nun mal teu(r)er

Preislich hat sich in Sachen Mietwagen und Hotels nicht so viel verändert im Vergleich zum vergangenen Jahr, auch wenn es gefühlt etwas günstiger geworden ist. Erfreulich ist, dass die Mietwagen nicht mehr so viel kosten wie noch vor einem Jahr, das Niveau von vor der Pandemie ist allerdings noch lange nicht erreicht. Immerhin kostet uns ein SUV dieses Jahr für 15 Tage nur noch knapp 700 Euro und keine 1200 Euro mehr. Die Flüge waren mit insgesamt 1100 Euro allerdings recht günstig – ärgerlich ist nur, dass wir zu dem Preis auch Direktflüge bekommen hätten.

Die Hotels sind unserer Meinung nach nicht billiger oder teurer als vor der Pandemie. Man muss bei den Preisen neben Wechselkurs und ggfs. Inflation vor allem bedenken, wo man hinreist. Die Blue Ridge Mountains sind vor allem im Juni bei Touris beliebt, die Atlantikküste im Sommer sowieso. Wir hatten die meisten Hotels bereits im Februar gebucht, was uns natürlich einige Dollar gespart hat. Aber auch jetzt haben wir noch einige Hotels umgebucht und attraktivere Hotels zu akzeptablen Preisen gefunden und gebucht.

Vorteil gegenüber unserem Florida-Urlaub 2022 ist, dass die Benzinpreise in den USA wieder deutlich günstiger sind. Und auch der Dollarkurs ist wieder besser als noch vor einem Jahr. Alles in allem wird es aber erneut kein „Schnäppchen-Urlaub“. Aber was solls, wer weiß, wie lange man solche Reisen noch machen kann. Von daher freuen wir uns jetzt schon sehr auf die Reise.

Ob es hier allerdings Berichte von oder während der Reise geben wird, darf bezweifelt werden. Ich nutze die Zeit lieber, um möglichst viel zu erleben, anstatt abends im Hotelzimmer Texte zu verfassen. Aktuelle Bilder gibt’s aber während der Reise auf Facebook und ggfs. auf Instagram.