Eigentlich sollte es auch dieses Jahr wieder für 3 Wochen in die USA gehen. Geplant war ein Roadtrip im Nordwesten der USA – also von Seattle Richtung Montana, zur Yellowstone Ranch, erneut durch den Yellowstone NP und zurück durch Idaho und über Portland in Oregon. Da wir dabei ziemlich weit im Norden gewesen wären, musste es der Juni sein. Leider hatten wir bei unserer Urlaubsplanung übersehen, dass im Juni 2026 die Fußball-WM stattfindet, was natürlich massiv Einfluss auf Flug- und Hotelpreise hat.

Also mussten wir uns um entscheiden und haben uns mal für was ganz neues entschieden: Einen Roadtrip durch Europa.

Alternative schnell gefunden

Nach der Enttäuschung, dass wir den Roadtrip in den USA abblasen mussten, hatten wir dann doch recht schnell eine passende Alternative gefunden. In der Schweiz waren wir noch nie – von einem Besuch der Rheinfälle in Schaffhausen und 2 oder 3 mal Umsteigen in Zürich mal abgesehen. Also war das schon mal eine Idee – und wir sind somit auch im Gebirge.

Dann wollten wir immer mal nach Monaco und St. Tropez – das war uns aber für die Woche Urlaub, die wir jedes Jahr im August haben, zu weit. Der schiefe Turm von Pisa und generell die Toscana war auch schon immer mal ein Ziel, was wir mal besuchen wollten. Somit war eine Route eigentlich schnell gefunden.

 

Roadtrip durch Europa

Schweizer Alpen und das Matterhorn

Am Samstag geht es los: Über Heilbronn geht es erstmal nach Konstanz am Bodensee. Allerdings wollen wir von da aus in erster Linie die Stadt Zürich besichtigen. Diese ist nur 60 km entfernt, dafür sind die Hotelpreise am Bodensee noch etwas günstiger als direkt in Zürich.

Danach fahren wir über Davos und vorbei am Landwasser Viadukt nach Lugano am gleichnamigen See. Wenn die Zeit reicht und es nicht zu weit ist, wollen wir vielleicht noch einen Abstecher nach St. Moritz machen.

Eigentlich wollten wir direkt am Lago Maggiore übernachten, aber statt nach einem Hotel in Locarno (am Lago Maggiore) hab ich leider nach einem Hotel in Lugano (Luganer See) gesucht – kleine Namensverwechslung also. Ist aber nicht schlimm, denn die beiden Seen sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt – vermutlich hätten wir so oder so beide Seen besucht.

Danach kommt das erste Highlight: eine Fahrt mit der Seilbahn aufs Matterhorn. Dazu übernachten wir zwei Nächte in Täsch – das ist der letzte Ort vor Zermatt, den man mit Auto erreichen kann. Wir haben hier einen ganzen Tag eingeplant, auch wenn man nur 2 – 3 Stunden brauchen wird. Aber da der Besuch des Matterhorns stark vom Wetter abhängig, muss man sehen, ob und wie es am besten klappt. Zur Not können wir auch noch am Abreisetag morgens auf den Berg. Wäre schade, wenn es gar nicht klappt, aber das Wetter können wir ja nicht beeinflussen.

 

Über Genf nach Cannes, Monaco und Saint Tropez

Danach geht es noch eine Nacht nach Genf. Es ist von Täsch nach Genf nicht weit, so dass wir entweder unterwegs noch Interlaken mitnehmen oder ausreichend Zeit in Genf selbst verbringen können. Auf jeden Fall ist ein Stopp bei Krispy Kreme in Genf fest eingepant.

Nach Genf geht es dann nach Frankreich, wo wir 3 Nächte in Cannes sein werden. Cannes liegt nahe Nizza und es sind Monaco und Saint Tropez gleich um die Ecke. Somit haben wir für beide Orte je einen Tag zur Verfügung. Und vielleicht werden wir in Cannes oder Saint Tropez auch mal im Mittelmeer baden.

 

Toscana, Rimini und nochmal durch die Alpen

Danach geht es weiter nach Italien über Genua nach Pisa. Auch hier bleiben wir 3 Nächte, so dass wir uns ganz entspannt einerseits Pisa, anderseits auch Florenz und die Toscana dazwischen anschauen können. Und schließlich fahren wir dann über San Marino nach Rimini, wo wir Zimmer in einem Hotel direkt am Strand mit Balkon und Meerblick gebucht haben. Dort wollen wir auf jeden Fall mehr chillen als irgendwas zu unternehmen.

Zurück geht es dann über Innsbruck, wo wir zwei Nächte bleiben, um uns die Stadt selbst und den Wilden Kaiser anschauen wollen. Als letztes Hotel ist dann das Waldschloss in Passau. Von da aus geht es zurück nach Hause, denn dann sind genau 3 Wochen vorbei, so dass wir auch wieder nach Hause müssen.

 

Normaler Roadtrip – und irgendwie auch nicht

5000 km, 20 Übernachtungen, 10 Hotels, Berge, Strand und jede Menge Sehenswürdigkeiten – eigentlich ein ganz normaler Roadtrip und ganz nach unserem Geschmack. Dennoch fühlt es sich diesmal irgendwie anders an. Normalerweise steigen wir erstmal in ein Flugzeug und sind 12 bis 16 Stunden später am Ziel, wo wir einen Mietwagen übernehmen. Genau dieser „Cut“ zum Alltag fehlt diesmal. Stattdessen fahren wir mit dem eigenen Auto ganz gemütlich am Samstagmorgen los.

Auch wenn die Fahrt zum Flughafen, der Checkin, die Sicherheitskontrollen, das Fliegen selbst und die Warterei beim Umsteigen oder bei der Mietwagen-Übernahme bisher zu unserem Start in den Urlaub irgendwie dazugehört, hat diese Reise mit dem eigenen Auto auch einige Vorteile. Wir müssen unser Gepäck nicht aufs Gramm genau packen und überlegen, was wir mitnehmen können und was nicht. Zudem besteht nicht Gefahr, dass man am Zielort tagelang ohne Gepäck auskommen muss, wie uns das letztes Jahr in Dallas passiert ist. Und es entfällt der Stress, zu teilweise „Unzeiten“ am Airport sein zu müssen oder irgendwo Zeit totschlagen zu müssen.

 

Teurer – aber auch günstiger

Preislich wird es wohl günstiger als ein Roadtrip in den USA. Das liegt allerdings nur daran, dass wir uns die Kosten für die Flüge und den Mietwagen sparen. Dafür sind die Benzinpreise in Europa deutlich höher – auch wenn mein Auto deutlich weniger verbraucht als ein US-Car. Und auch die Hotels kosten in Europa mehr als in den USA. Hinzu kommen Mautgebühren, Parkgebühren, etc., was in Europa doch einiges mehr an Kosten verursachen wird, als in den USA. Allein die Strecke von Monaco nach Genua ist wohl eine der teuersten Mautstrecken in Europa.

Wir freuen uns jetzt jedenfalls auf unsere 3 Wochen Urlaub. Und in die USA geht es dieses Jahr auch noch, denn für Oktober sind schon Flüge für 10 Tage Florida gebucht.