Die Côte d’Azur lag inzwischen hinter uns, und mit Pisa hatten wir unser erstes Ziel in der Toskana erreicht. Wir waren gespannt, ob Pisa mehr zu bieten hat als seinen weltberühmten Schiefen Turm – und ob uns die Toskana genauso begeistern würde wie zuvor die Côte d’Azur. Genau das wollten wir in den kommenden Tagen herausfinden.
Ankommen in Pisa
Natürlich führte unser erster Spaziergang am Abend direkt zum wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt – dem Schiefen Turm von Pisa. Obwohl man ihn schon unzählige Male auf Fotos gesehen hat, ist es doch ein besonderes Gefühl, zum ersten Mal selbst davor zu stehen. Gemeinsam mit dem Dom, dem Baptisterium und den gepflegten Grünflächen bildet er ein beeindruckendes Ensemble, das seinen weltweiten Ruf absolut verdient.

In den Gassen der Altstadt herrscht besonders am Abend eine entspannte und typisch italienische Atmosphäre.

Abseits des Schiefen Turms zeigt sich Pisa überraschend entspannt und deutlich vielseitiger, als wir erwartet hatten.
Anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die Altstadt. Die vielen kleinen Gassen, Restaurants und Plätze sorgten für eine angenehm entspannte Atmosphäre, die uns auf Anhieb gefiel. Den Abend ließen wir bei einem gemütlichen Essen ausklingen und genossen den ersten italienischen Sommerabend unserer Reise.
Toskana wie aus dem Bilderbuch
Am nächsten Morgen wollten wir die Gelegenheit nutzen, auch etwas von der Toskana kennenzulernen. Da die Temperaturen schon früh ordentlich anstiegen, entschieden wir uns gegen einen weiteren Stadtbummel und stattdessen für einen Ausflug ins Landesinnere. Unser Ziel war das kleine Städtchen San Miniato, das auf einem Hügel zwischen Pisa und Florenz liegt und vor allem für seine Trüffel bekannt ist.

San Miniato in der Toskana
Genau deshalb stand San Miniato unbedingt auf unserer Liste. Unser Plan war eigentlich, frische weiße Trüffel mit nach Hause zu nehmen. Vor Ort mussten wir allerdings feststellen, dass wir dafür einige Monate zu früh unterwegs waren. Die begehrten weißen Trüffel haben erst im Herbst Saison und werden normalerweise erst ab Oktober angeboten. Andere Trüffelsorten hätten wir zwar kaufen können, doch da wir noch fast zwei Wochen auf unserer Europa-Rundreise vor uns hatten, wäre der Transport bis nach Hause wohl keine gute Idee gewesen. So blieb es am Ende bei einem interessanten Einblick in die Welt der Trüffel – auch wenn wir den Ort ohne Einkauf wieder verließen.

Die kleine Altstadt von San Miniato lädt zum entspannten Bummel durch die Gassen ein.
Nach unserem Rundgang durch San Miniato entschieden wir uns bewusst gegen den direkten Rückweg. Stattdessen fuhren wir über kleine Landstraßen durch die Toskana zurück nach Pisa und genossen dabei noch einmal die typisch toskanische Landschaft mit ihren sanften Hügeln, Zypressen und kleinen Dörfern. Genau so hatten wir uns die Toskana immer vorgestellt.

San Miniato liegt malerisch auf einem Hügel zwischen Pisa und Florenz und ist vor allem für seine weißen Trüffel bekannt.
Zurück im Hotel legten wir zunächst noch eine kurze Pause ein. Anschließend zog es uns noch einmal ans Meer. Nur wenige Kilometer von Pisa entfernt liegt Marina di Pisa, wo wir den Nachmittag ganz entspannt am Strand verbrachten. Nach den vielen Stadtbesichtigungen der vergangenen Tage tat es richtig gut, einfach einmal im Mittelmeer zu baden und die Seele baumeln zu lassen.

Der öffentliche Strand von Marina di Pisa überraschte uns mit seinem ruhigen Wasser und der entspannten Atmosphäre – nur wenige Kilometer von Pisa entfernt.
Am Abend zog es uns schließlich noch einmal zurück in die Altstadt von Pisa. Natürlich schauten wir auch ein zweites Mal am Schiefen Turm vorbei, bevor wir erneut in einem der Restaurants der Altstadt essen gingen. Diesmal ließen wir uns anschließend jedoch deutlich mehr Zeit für einen Spaziergang.

Am Abend entdeckten wir bei einem Spaziergang entlang des Arno noch einmal eine ganz andere, ruhige Seite von Pisa.
Wir schlenderten durch die kleinen Gassen bis hinunter zum Arno und lernten dabei noch einmal eine ganz andere Seite von Pisa kennen. Gerade abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten wirkte die Stadt angenehm entspannt und authentisch. So konnten wir den Tag ganz gemütlich ausklingen lassen.
Spontaner Strandtag statt Florenz

Der breite Sandstrand und das Bergpanorama im Hintergrund machten den entspannten Vormittag zu einem echten Highlight.
Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich einen Ausflug nach Florenz geplant. Doch nachdem wir bereits am Vortag gemerkt hatten, wie anstrengend die sommerliche Hitze sein konnte, entschieden wir uns erneut für eine spontane Planänderung. Statt durch eine weitere Stadt zu laufen, wollten wir den Tag lieber am Meer genießen. Zudem liegen die Temperaturen im Landesinneren rund um Florenz oft noch einmal deutlich höher.
Entspannung an der Spiaggia Marina di Vecchiano

Statt Sightseeing verbrachten wir den Vormittag ganz entspannt am Strand.
Nach dem Frühstück fuhren wir zur Spiaggia Marina di Vecchiano, einem wunderschönen Naturstrand nördlich von Pisa. Schon bei der Ankunft waren wir begeistert. Der breite Sandstrand, das klare Wasser und die beeindruckende Kulisse durch die Berge in der Entfernung machten sofort Lust auf einen entspannten Strandtag. Hier verbrachten wir mehrere Stunden, gingen immer wieder ins angenehm warme Mittelmeer und genossen einfach die Ruhe. Es tat gut, zwischen all den Besichtigungen auch einmal einen Tag ohne Zeitdruck zu verbringen.

Nach dem Baden stärkten wir uns in einem Strandrestaurant direkt am Meer.
Am Nachmittag gönnten wir uns in einem der Restaurants in Strandnähe noch ein Eis und einen Eiskaffee, bevor wir langsam zurück zum Hotel fuhren. Dort entspannten wir uns noch ein wenig, bevor wir am frühen Abend noch einmal loszogen.

Die Strandbars in Tirrenia waren am Abend gut besucht und sorgten für echtes Urlaubsgefühl direkt am Meer.
Den Abend wollten wir eigentlich in Livorno verbringen. Nach einem kurzen Bummel durch die Shoppingmall und einer kleinen Runde mit dem Auto stellte sich allerdings schnell heraus, dass der Funke bei uns einfach nicht überspringen wollte. Deshalb zog es uns noch einmal zurück an die Küste nach Tirrenia am Mittelmeer.

Wir ließen den Abend ganz entspannt in einer Strandbar in Tirrenia bei einem Aperol Spritz und einem kühlen Bier ausklingen.
Direkt am Strand von Tirrenia entdeckten wir eine gemütliche Strandbar, in der wir den Sonnenuntergang bei einem Bier und einem Cocktail genießen konnten. Während die Sonne langsam im Meer verschwand und die Temperaturen endlich etwas angenehmer wurden, ließen wir den Tag ganz entspannt ausklingen.

Ein stimmungsvoller Ausklang unseres letzten Tages in der Toskana – mit Blick auf den Strand von Tirrenia und die untergehende Sonne.
Rückblickend war genau diese spontane Planänderung die richtige Entscheidung. Manchmal entstehen die schönsten Urlaubstage eben dann, wenn man den ursprünglichen Plan einfach einmal über Bord wirft.
Zwischenstopp in Imola
Nach zwei abwechslungsreichen Tagen in Pisa hieß es für uns Abschied nehmen. Unser nächstes Ziel war Rimini an der Adriaküste. Eigentlich sollte es eine ganz normale Fahretappe werden – ohne besondere Zwischenstopps und einfach mit dem Ziel, am Nachmittag in unserem Hotel anzukommen.

Bei unserem kurzen Spaziergang durch die Altstadt entdeckten wir die schöne Piazza Matteotti – das historische Zentrum von Imola.
Unterwegs fiel uns jedoch auf, dass wir direkt an Imola vorbeikommen würden. Schnell war klar, dass wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen konnten. Also legten wir kurzerhand einen spontanen Zwischenstopp ein.

Ein kurzer Stopp am Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari durfte für uns natürlich nicht fehlen.
Zunächst schlenderten wir ein wenig durch die Altstadt von Imola. Viel Zeit verbrachten wir dort allerdings nicht, denn die Temperaturen waren inzwischen wieder extrem hoch. Nach einem leckeren Eis machten wir uns auf den Weg zum Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari, einer der traditionsreichsten Rennstrecken der Formel 1.

Ein Blick in die Boxengasse der traditionsreichen Formel-1-Rennstrecke von Imola.
Natürlich durfte ein Besuch des Fanshops nicht fehlen, und wir nutzten die Gelegenheit, einige Souvenirs zu kaufen und zahlreiche Erinnerungsfotos zu machen.
Auf den Spuren von Ayrton Senna
Ein ganz besonderes Erlebnis war anschließend der Besuch der Gedenkstätte für Ayrton Senna. Genau an dieser Stelle verunglückte der dreifache Formel-1-Weltmeister 1994 während des Grand Prix von San Marino tödlich.

Die Gedenkstätte für Ayrton Senna gehört bis heute zu den bewegendsten Orten an der Rennstrecke von Imola.
Eine bewegende Gedenkstätte
Noch heute pilgern Fans aus aller Welt dorthin und hinterlassen Fahnen, Fotos, Helme, Blumen, Modellautos, persönliche Botschaften und viele andere Erinnerungsstücke. Die Vielzahl dieser Fan-Andenken machte die Gedenkstätte zu einem sehr bewegenden Ort und zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung Ayrton Senna auch mehr als 30 Jahre nach seinem Tod noch immer für viele Menschen hat.
Weiterfahrt nach Rimini
Mit vielen neuen Eindrücken verließen wir Imola und machten uns auf den letzten Abschnitt unserer Fahrt nach Rimini. Nach den erlebnisreichen Tagen in der Toskana freuten wir uns auf ein paar entspannte Tage an der Adriaküste. Gleichzeitig waren wir gespannt, ob Rimini wirklich dem Bild entsprechen würde, das wir schon so lange von der Stadt im Kopf hatten.
Ob uns Rimini tatsächlich überraschte und warum auch San Marino zu den Höhepunkten unserer Europa-Rundreise wurde, erfahrt ihr im nächsten Teil.