Mit vielen neuen Eindrücken aus der Toskana und unserem Zwischenstopp in Imola erreichten wir am Nachmittag schließlich Rimini. Nach den erlebnisreichen Tagen freuten wir uns auf etwas Entspannung an der Adriaküste. Gleichzeitig waren wir gespannt, ob die Stadt wirklich dem Bild entsprechen würde, das wir seit Jahren von ihr im Kopf hatten.

Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unser Hotelzimmer im Hotel Palm Beach und gönnten uns eine kleine Pause. Anschließend zog es uns direkt an den Strand. Bevor wir den Abend genießen konnten, reservierten wir noch einen Sonnenschirm und zwei Liegen für den nächsten Tag. Mit 24 Euro war das zwar kein Schnäppchen, doch wir hatten uns vorgenommen, wenigstens einen Tag ganz entspannt am Meer zu verbringen – und dazu gehörte für uns einfach ein gemütlicher Platz direkt am Strand.

Breiter Sandstrand von Rimini an der italienischen Adriaküste

Unser erster Eindruck von Rimini überraschte uns sofort: ein kilometerlanger Sandstrand, viel Platz und eine entspannte Urlaubsatmosphäre.

Der Strand lag nur wenige Schritte entfernt auf der anderen Straßenseite, denn wir hatten uns ganz bewusst für ein Hotel mit Meerblick in direkter Strandnähe entschieden. Zwar befand sich gegenüber eine Baustelle, auf der die Strandpromenade erweitert wurde, doch unseren Blick vom Balkon auf das Meer beeinträchtigte das überhaupt nicht.

Schon auf dem kurzen Weg zum Strand merkten wir, dass Rimini ganz anders war, als wir es uns vorgestellt hatten. Die Stadt wirkte deutlich moderner, gepflegter und lebendiger, als wir erwartet hatten – ein erster Eindruck, der sich in den nächsten Tagen immer wieder bestätigen sollte.

Ein erster Abend in Rimini voller positiver Überraschungen

Danach kehrten wir in eines der vielen Restaurants entlang der Flaniermeile ein und ließen uns das erste Abendessen in Rimini schmecken. Anschließend bummelten wir noch an den zahlreichen Geschäften, Bars und Eisdielen vorbei und spazierten schließlich über die Strandpromenade.

Bereits an diesem ersten Abend wurden wir positiv überrascht. Ehrlich gesagt hatten wir Rimini eher als einen etwas in die Jahre gekommenen Pauschalurlaubsort erwartet – mit älteren Hotels und einer wenig einladenden Strandpromenade. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Sowohl die Flaniermeile mit ihren Restaurants und Geschäften als auch die Promenade wirkten modern und gepflegt. Viele Bereiche schienen erst vor wenigen Jahren neu gestaltet worden zu sein. Insgesamt machte Rimini einen deutlich hochwertigeren Eindruck, als wir es erwartet hatten.

Schon nach diesem ersten Abend waren wir so begeistert, dass wir ernsthaft überlegten, unseren Aufenthalt spontan um eine Nacht zu verlängern. Leider machte uns die Reisezeit einen Strich durch die Rechnung. Unser Hotel war bereits komplett ausgebucht und auch ein Verschieben der beiden folgenden Hotelbuchungen wäre so kurzfristig nicht mehr möglich gewesen. So blieb es bei den geplanten drei Nächten – auch wenn wir zu diesem Zeitpunkt schon das Gefühl hatten, dass wir hier problemlos noch etwas länger hätten bleiben können.

Ein entspannter Tag am Meer

Nach den vielen Kilometern und den zahlreichen Eindrücken der vergangenen Tage gönnten wir uns am nächsten Morgen erstmals einen Tag ohne festes Programm.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unserem Strandabschnitt, wo unser Sonnenschirm und die beiden Liegen bereits auf uns warteten. Dort verbrachten wir den größten Teil des Tages – und genau so hatten wir uns das vorgestellt. Immer wieder ging es zum Schwimmen ins angenehm warme Meer, zwischendurch entspannten wir auf den Liegen, genossen die Sonne und beobachteten einfach das bunte Treiben am Strand.

Nur zur Mittagszeit unterbrachen wir unsere kleine Auszeit für etwa eine Stunde und gingen in einem der Strandimbisse etwas essen. Danach zog es uns aber direkt wieder zurück an unseren Platz am Meer, wo wir bis etwa 17 Uhr blieben. Nach den vielen Kilometern und Besichtigungen der vergangenen Tage tat es richtig gut, einfach einmal nichts zu planen und den Tag ganz entspannt zu genießen.

 

Am Abend machten wir uns erneut auf den Weg entlang der Flaniermeile und suchten uns diesmal ein anderes Restaurant für unser Abendessen aus. Anschließend schlenderten wir noch ein gutes Stück durch Rimini und entdeckten wieder neue Ecken der Strandpromenade. Überall herrschte eine tolle Urlaubsatmosphäre. Auf mehreren Plätzen sorgten DJs für Musik, an anderen Stellen spielten Live-Bands und überall waren Menschen unterwegs, die den warmen Sommerabend genossen.

Zum Abschluss des Tages entdeckten wir direkt am Strand noch eine Strandbar, die sich am Abend in eine kleine Open-Air-Disco verwandelte. Mit einem Cocktail in der Hand, dem Blick aufs Meer und der Musik im Hintergrund ließen wir den Abend ganz entspannt ausklingen. So wurde aus einem ohnehin schon perfekten Strandtag ein rundum gelungener Urlaubstag, der erst gegen Mitternacht für uns endete.

 

Ein Ausflug in die älteste Republik der Welt

Nach unserem entspannten Strandtag war es am nächsten Morgen wieder Zeit für einen kleinen Roadtrip. Zum ersten Mal während unserer Europa-Rundreise war unser Auto am Vortag einen ganzen Tag lang ungenutzt auf dem Hotelparkplatz stehen geblieben. Nun sollte es wieder auf Entdeckungstour gehen.

Einfahrt nach San Marino mit Willkommensbrücke an der Landesgrenze

Wenige Minuten nach der Grenze erreichten wir die älteste Republik der Welt.

Unser Ziel war San Marino, das nur rund 30 Autominuten von Rimini entfernt liegt. Schon allein deshalb bietet sich ein Ausflug in den kleinen Zwergstaat nahezu an, wenn man Urlaub an der Adriaküste macht. Für uns war schnell klar, dass wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten.

Aussicht entlang der Stadtmauer in San Marino mit historischem Glockenturm und Blick über die Hügellandschaft

Schon nach wenigen Schritten durch die Altstadt boten sich immer wieder beeindruckende Ausblicke über die sanften Hügel rund um San Marino.Schon die kurvenreiche Fahrt hinauf auf den Monte Titano machte Lust auf den Tag. Mit jeder Kurve wurden die Ausblicke beeindruckender, und schon von Weitem war die historische Altstadt zu erkennen, die spektakulär auf dem Berg thront. Dass San Marino zu den ältesten Republiken der Welt gehört, wussten wir zwar schon vorher – wie beeindruckend die Lage dieser kleinen Stadt tatsächlich ist, merkten wir aber erst, als wir selbst dort ankamen.

In San Marino angekommen, fuhren wir zunächst noch ein wenig mit dem Auto durch den kleinen Zwergstaat, um verschiedene Aussichtspunkte und Eindrücke mitzunehmen. Anschließend parkten wir unser Auto und machten uns zu Fuß auf den Weg in die historische Altstadt.

Schon nach wenigen Schritten war klar, warum San Marino zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region zählt. Die engen Gassen, die historischen Gebäude und die immer wieder spektakulären Ausblicke auf die umliegende Landschaft sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Natürlich durfte auch ein kleiner Souvenirbummel nicht fehlen, bevor wir uns – wie so oft auf dieser Reise – zur Abkühlung noch ein Eis gönnten.

Panoramablick von San Marino über die Altstadt und die Hügellandschaft der Emilia-Romagna

Von den Aussichtspunkten der Altstadt reicht der Blick bei gutem Wetter kilometerweit über die Landschaft bis zur Adriaküste.

Trotz der Höhenlage machte uns die sommerliche Hitze auch hier zu schaffen. Deshalb verzichteten wir auf eine ausgiebige Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten und genossen stattdessen lieber ganz entspannt das Flair der Altstadt und die beeindruckenden Ausblicke.

Bevor wir San Marino wieder verließen, nutzten wir noch die Gelegenheit zum Tanken. Die Kraftstoffpreise sind dort bekanntlich deutlich günstiger als in Italien, sodass sich ein kurzer Stopp an der Tankstelle auf jeden Fall gelohnt hat.

Historisches Stadttor mit steinerner Brücke in der Altstadt von San Marino

Die mittelalterlichen Mauern und Stadttore verleihen San Marino bis heute den Charakter einer mächtigen Festungsstadt.

Für die Rückfahrt nach Rimini wählten wir bewusst nicht den direkten Weg. Stattdessen ließen wir uns noch ein wenig durch die hügelige Landschaft zwischen San Marino und der Adriaküste treiben und entdeckten dabei einige schöne Ecken abseits der Hauptstraßen.

Blühendes Lauchfeld in der Hügellandschaft rund um San Marino

Auf der Fahrt durch die sanften Hügel rund um San Marino entdeckten wir dieses ungewöhnliche Feld mit blühendem Lauch – ein schöner Kontrast zur mittelalterlichen Altstadt.

Zurück in Rimini zog es uns noch einmal an den Strand. Diesmal verzichteten wir allerdings auf Sonnenschirm und Liegen, schließlich wollten wir nur noch ein wenig die Abendsonne genießen.

Urlauber am breiten Sandstrand von Rimini an der italienischen Adriaküste

Nach unserem Ausflug nach San Marino ließen wir den Tag entspannt am kilometerlangen Sandstrand von Rimini ausklingen.

Selfie am Strand von Rimini mit der Adria im Hintergrund

Ein entspannter Sommernachmittag an der Adriaküste – genau so hatten wir uns Rimini vorgestellt.Unsere Handtücher reichten völlig aus. Also suchten wir uns einen Platz im Sand, gingen noch einmal ins angenehm warme Wasser der Adria und ließen den Tag ganz entspannt am Meer ausklingen. Es war der perfekte Abschluss eines abwechslungsreichen Tages zwischen dem historischen San Marino und dem entspannten Strandleben in Rimini.

Am Abend machten wir uns erneut auf den Weg zur Strandpromenade. Nach dem Essen in einem weiteren Restaurant schlenderten wir noch einmal durch das abendliche Rimini und genossen die entspannte Atmosphäre mit den vielen Bars, Restaurants und der Musik entlang der Promenade.

Caprese mit Tomaten, Mozzarella und frischem Basilikum in einem Restaurant in Rimini

Zum Abendessen gönnten wir uns eine klassische italienische Caprese – einfach, frisch und genau das Richtige nach einem erlebnisreichen Tag zwischen San Marino und der Adriaküste.

Zum Abschluss durfte natürlich auch ein Besuch unserer inzwischen lieb gewonnenen Strandbar nicht fehlen. Bei einem Cocktail direkt am Meer ließen wir den letzten Abend in Rimini ganz entspannt ausklingen.

Abendstimmung am Strand von Rimini mit beleuchteten Hotels und Sonnenschirmen

Am Abend zeigte sich Rimini von einer ganz anderen Seite. Die beleuchtete Strandpromenade sorgte für eine entspannte Urlaubsatmosphäre.

Abschied von Italien

Nach drei wunderschönen Nächten in Rimini hieß es für uns schließlich wieder Koffer packen. Die entspannte Zeit an der Adriaküste war viel zu schnell vergangen und am liebsten hätten wir unseren Aufenthalt noch um ein paar Tage verlängert. Doch unsere Europa-Rundreise führte uns weiter.

Weiter Sandstrand von Rimini am Abend mit ruhiger Stimmung an der Adriaküste

Ein letzter Blick auf den weitläufigen Strand von Rimini, bevor für uns am nächsten Morgen die Weiterreise Richtung Alpen begann.

Mit Rimini endeten auch unsere Tage in Italien. Hinter uns lagen malerische Städte, traumhafte Strände, kurvenreiche Straßen, gutes Essen und viele unvergessliche Eindrücke. Doch unsere Europa-Rundreise war noch nicht vorbei. Am nächsten Morgen wartete der längste Fahrtag der gesamten Reise auf uns. Von Rimini aus ging es durch die Alpen bis nach Innsbruck – mit einigen interessanten Stopps entlang der Strecke.

Davon erzählen wir im vierten und letzten Teil unserer Europa-Rundreise.